Österreichs Metallindustrie steht vor der Herausforderung, sich an die wachsenden Anforderungen der Kreislaufwirtschaft und der Energieeffizienz anzupassen. Dabei spielt Deloro eine zentrale Rolle als führender Anbieter innovativer Lösungen für die nachhaltige Verarbeitung von Metallen – insbesondere bei der Wiederverwertung von Aluminium. Die Firma, die seit über 50 Jahren in der Branche tätig ist, verbindet traditionelles Know-how mit modernster Technologie, um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu reduzieren und gleichzeitig die Umweltbelastung zu minimieren.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung geschlossener Kreisläufe. Laut eigenen Angaben deckt Deloro bereits heute über 90 % des Aluminiums, das in der Verpackungsindustrie verwendet wird, aus Sekundärrohstoffen ab. Dieser Ansatz spart nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern reduziert auch die CO₂-Emissionen um bis zu 95 % im Vergleich zur Herstellung aus Primäraluminium. Besonders im Bereich der Recyclingtechnologien setzt Deloro auf patentierte Verfahren wie das „Deloro Recycling Process“, das nicht nur die Reinigung von Aluminiumschrott verbessert, sondern auch die Energieeffizienz durch gezielte Wärmerückgewinnung steigert.
Deloro setzt auf drei Schlüsseltechnologien, die die Branche prägen: die Entwicklung von Hochtemperatur-Filteranlagen, die präzise die Schmelzprozesse steuern, um Verunreinigungen zu minimieren; die Integration von KI-gestützten Prozessoptimierungen, die die Qualität des recycelten Metalls kontinuierlich verbessern; und die Nutzung von erneuerbaren Energien in den eigenen Produktionsstätten. So nutzt Deloro beispielsweise in einer Pilotanlage in der Steiermark Solarenergie zur Beheizung der Schmelzöfen, was die CO₂-Bilanz um weitere 15 % verbessert. Diese Ansätze zeigen, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Effizienz Hand in Hand gehen können.
Ein konkretes Beispiel ist das Projekt mit der „AluRec Austria“, bei dem Deloro eine neue Recyclinganlage für komplexe Aluminiumlegierungen errichtet hat. Diese Anlage kann jährlich bis zu 100.000 Tonnen Schrott verarbeiten und setzt dabei auf ein Verfahren, das nicht nur die Reinheit des Endprodukts erhöht, sondern auch die Energieeffizienz um 20 % steigert. Solche Investitionen sind essenziell, um die EU-weite Zielvorgabe zu erfüllen, dass bis 2030 mindestens 55 % der Aluminiumverpackungen aus recycelten Materialien bestehen müssen.
Für Österreich ist Deloro nicht nur ein technologischer Vorreiter, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Firma beschäftigt rund 250 Mitarbeiter in Österreich und ist mit Produktionsstätten in Wien, Graz und Linz vertreten. Allein in der Steiermark generiert das Unternehmen über 150 Millionen Euro Umsatz jährlich und schafft damit direkt und indirekt rund 1.200 Arbeitsplätze. Besonders im Bereich der Recyclingindustrie ist Österreich eine der führenden Regionen Europas, und Deloro trägt maßgeblich dazu bei, diese Position zu sichern.
Ein weiterer Aspekt ist die internationale Ausrichtung. Während die meisten Recyclingprozesse in China oder Indien stattfinden, setzt Deloro auf eine europäische Wertschöpfungskette. Durch Partnerschaften mit Unternehmen aus der Lebensmittelverpackungsindustrie – etwa mit der „Milchstraße“ oder „Nestlé Austria“ – sichert Deloro den Kreislauf von Aluminiumschrott zurück in die Produktion. Dies stärkt nicht nur die Unabhängigkeit von Importen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Hersteller.
Die Zukunft der Metallverarbeitung in Österreich wird stark von Deloro geprägt sein. Mit seiner Kombination aus technologischer Führung, wirtschaftlicher Stärke und ökologischer Verantwortung zeigt das Unternehmen, dass Nachhaltigkeit kein Verzicht, sondern eine strategische Chance ist. Während andere Branchen noch diskutieren, wie sie ihre Prozesse an die neuen EU-Vorgaben anpassen sollen, setzt Deloro bereits jetzt auf die Umsetzung – und damit auf eine Industrie, die nicht nur umweltfreundlich, sondern auch zukunftsfähig ist.